Kieswerk Müssentin

Die Kiessandlagerstätte befindet sich in der Gemarkung Müssentin / Zarrenthin (Nordteil) der Stadt Jarmen im Landkreis Demmin. Die insgesamt ca. 170 ha große Fläche liegt südwestlich der Stadt Jarmen, südlich der Bundesstrasse 110 bzw. westlich von Müssentin. Der Nordrand der Lagerstätte reicht in die Gemarkung Zarrenthin hinein.

 

Diese Lagerstätte ist die Fortsetzung der Zarrenthiner Schmelzwasserrinne und getrennt durch die Bundesstraße 110. Im Jahr 1991 kaufte die Peene Kies GmbH die Lagerstätte und 1994 erfolgte der Aufschluss zunächst im Trockenabbau. Mittlerweile ist ein Kiessee mit einer Fläche von ca. 18 ha entstanden. Die Kiessandgewinnung erfolgt im Trocken- und Nassabbau. Zum Abbau im Trockenschnitt werden u. a. Radlader und Hydraulikbagger eingesetzt. Der Nassabbau wird mittels eines 8 cbm Schwimmgreiferbaggers realisiert.

 

Dabei wird der gewonnene Rohkies bei 150 mm getrennt. Anfallendes Überkorn fällt in eine Schute und wird an Land verhaldet und zu einem späteren Zeitpunkt mittels einer mobilen Brecheranlage gebrochen. Der Rohkies gelangt über Förderbänder zur computergesteuerten Aufbereitungsanlage. Die Aufbereitung der geförderten Sande und Kiessande erfolgt durch Nassklassierung. Der eingesetzte Sandklassierer ermöglicht die Herstellung kundenspezifischer Sande. Der Kies 2-32 mm wird über eine Setzmaschine von im Beton schädlichen Bestandteilen wie Kohle und Flinte getrennt und über einen Steilförderer einer Dreidecker-Klassiersiebmaschine zugeführt. Dort wird das Material unter Bebrausung in die Fraktionen 2-4 mm, 4-8 mm, 8-16 mm und 16-32 mm getrennt und in 4 darunter befindlichen Silos von 3 x ca. 300 t (4-8, 8-16 und 16-32 mm) und ca. 600 t (2-4 mm) gelagert.

 

Per Computer lassen sich kundenspezifische Rezepte für Betonzuschläge zusammenstellen und über einem gemeinsamen Abzugsband aus den Silos automatisch verladen. Zur Herstellung von Straßenbaustoffgemischen oder Gemischen wie Estrichkiesen wird ein computergesteuerter 5-Kammer-Doseur genutzt.